Unser Freund der Wald ist tot

Weibern besitzt eine forstliche Betriebsfläche von 174 Hektar. Doch der Weiberner Wald und der Wald auf der Waberner Heide sind so gut wie tot. Dort wo vor 6 Jahren im Juli noch die Nebelschwaden vor lauter Feuchtigkeit hochzogen (siehe Foto mit dem Kirmesbaum) ähnelt die Landschaft heute einer Wüste

  Zunächst rissen die Stürme Wiebke (1990), Lothar (1999), Kyrill (2007) und Xynthia (2010)  Lücken. Diese hat die Gemeinde für viel Geld durch Anpflanzungen mit „resistenten“ Laubbäumen wieder geschlossen. Im Januar 2018 fegte Sturmtief Friederike die Waberner Heide fast kahl.  Zuletzt haben 2 Jahre Trockenheit, verbunden mit der Borkenkäferplage, dem Wald so zugesetzt dass man ihn abhaken kann.  Bei solchen Ereignissen rutschen die Holzpreise sehr schnell in den Keller und der Erlös des Notholzverkaufs reicht nicht mal für einen Neuanfang.

Auch die Neuanpflanzungen (immerhin auf 10 ha Fläche) im Waldgebiet Weibern liegen im Sterben – Fehlinvestition. Das hat der Gemeinderat in Verbindung mit dem Forstamt zu verantworten. Das wird nicht noch einmal passieren. Die Gemeinde ist doch kein Versuchskaninchen. Weibern ist mit diesen Schäden einfach überfordert.

Einen Lichtblick bieten lediglich die Eichen, die in Gruppen zu ca. 20 Bäumen mit Verbissschutz angepflanzt wurden. Die sehen noch ganz gut aus. Aber ob das die Lösung ist, vermag noch keiner zu sagen.

Wir werden den Wald jetzt einfach sich selbst überlassen. Das hat viele Jahrhunderte vorher auch funktioniert.

Eine andere Überlegung: Eigentlich ist jetzt der richtige Zeitpunkt um im Weiberner Wald Windräder zur Erzeugung von sauberer und erneuerbarer Energie aufzustellen. Es müssen keine Bäume gefällt werden, weil keine mehr da sind. Deshalb haben auch der Schwarzstorch und der Rotmilan, die bisher die Nutzung von Windenergie in diesem Bereich verhindert haben, das Weite gesucht. (bernd.rausch)

Veröffentlichung bis 31.01.2020