Weibern, 21. Dezember 2003 / 26
   Die kleine Perle der Eifel

Pfarrgemeinde St. Barbara Weibern

56745 Weibern - Kirchstraße 5
Telefon (02655) 96 03 45 - Telefax 96 03 46
 
                                                                                                                           
 
 
GOTTESDIENST-ORDNUNG
4. A D V E N T
 
Samstag: 20.12.

18.30 Uhr Vorabendmesse für Alban Klein/ Jahresmesse für Otto Johanns/ Jahresmesse für Leni und Karl Ebert/ für Josef und Agnes Schild/ für Otto Klein/ für Nadine Sabel, Barbara Hirner und Familie Noe-Lambert

Sonntag: 21.12.

9.00 Uhr Morswiesen: Messe für Richard und Gertrud Bürger und im Gedenken an Felix/ für Edmund und Margaretha Schmitt
10.00 Uhr Wortgottesdienst im Elisabeth-Haus mit Margret Klein und Marie-Theres Schäfer
10.15 Uhr Hochamt für Agnes Grün und Alfred Neis/ für Aloys und Hedwig Hilger, Sohn Walter und Heinrich und Hedwig Weiler
18.00 Uhr Bußandacht mit Beichtgelegenheit

Montag: 22.12.-Dienstag 23.12.: keine Messe
 

HEILIGABEND

ab 9.45 Uhr Krankenkommunion in Weibern, Wabern und Hausten-Morswiesen
15.00 Uhr Krippenfeier der Kinder bis 5 Jahre
17.00 Uhr Christmette für die Pfarrgemeinde
22.30 Uhr Hirtenmesse für Familie Herden

1. WEIHNACHTSTAG

Hochfest der Geburt des Herrn
keine Messe in Morswiesen
10.00 Uhr Wortgottesdienst im Elisabeth-Haus mit Doris Schäfer und Helga Bell
10.15 Uhr Hochamt für Jakob, Maria und Thea Bouhs/ für Verstorbene; Es singt der Kirchenchor
15.00 Uhr Weihnachtsvesper

2. WEIHNACHTSTAG

Fest des hl. Stephanus
9.00 Morswiesen für Margaretha und Edmund Schmitt (Hausten)/ für Katharina und Aloys Klapperich
10.15 Uhr Hochamt für German Radermacher und verstorbene Eltern/ für Ewald und Klara Hoffmann/ für Familie Rausch-Weber/ für Ernst Radermacher (best.v.Nachb.)
15.00 Uhr Kinderandacht mit Segnung der Kinder

Samstag: 27.12. hl. Johannes, Apostel
18.30 Uhr Vorabendmesse als 2. Sterbeamt für Reimund Schüller/ 1. Jahrgedächtnis für Annemie Dernbach/ für Eheleute Robert Klapperich und Geschwister Adams

Sonntag: 28.12. Fest der Heiligen Familie, Unschuldige Kinder
Vormittags sind keine Messen in Morswiesen und Weibern
14.30 Uhr Weihnachtsmesse im Elisabeth-Haus unter Mitwirkung des Kirchenchores
18.00 Uhr Messe in besonderem Anliegen/ für Alfred Neis (best.v.Jahrg.)/ für die Priester und Ordensleute aus Weibern

Montag: 29.12. Dienstag 30.12.:

keine Messe

SILVESTER

18.00 Uhr Jahresschluss-Messe für die Lebenden und Verstorbenen unserer Pfarrgemeinde
23.45 Uhr Pfarrkirche: Stilles Gebet in den Jahreswechsel

NEUJAHR

Hochfest der Gottesmutter Maria
18.00 Uhr Abendmesse zum Beginn des neuen Jahres
Freitag: 2.1. Herz-Jesu-Freitag
18.00 Uhr Weihnachts-Andacht
18.30 Uhr Messe für Priester- und Ordensleute/ für Rosa Hilger und Martha Bell/ für Jürgen Klapperich/ Jahresmesse für Maria Schäfer

2. SONNTAG NACH WEIHNACHTEN

Samstag: 3.1.
18.30 Uhr Vorabendmesse zu Ehren der hl. Familie/ 1. Jahrgedächtnis für Werner Hilger/ 1. Jahrgedächtnis für Rudi Nett/ Jahresmesse für MathildeNieten /3. Sterbeamt für Reimund Schüller/ für Norbert Schmitz           Aussendung der Sternsinger
Sonntag: 4.1.
9.00 Uhr Morswiesen: Messe für Verstorbene
10.00 Uhr Wortgottesdienst im Elisabeth-Haus mit Margret Klein und Helga See
10.15 Uhr Hochamt in besonderem Anliegen/ für Heinrich Schmitz/ für Hilde Berger (B.L.)

Das Pfarrbüro ist dienstags von 16.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.
Am Sonntag, dem 21.12. lädt die Zivilgemeinde Weibern alle Senioren zum Adventkaffee in den Hallenanbau ein.
Der erste Seniorentreff im neuen Jahr ist am Mittwoch, dem 7.1.2004.
N.B. Zur Kinderandacht am 2. Feiertag bringen unsere Kleinen das Lieblingsspielzeug mit, das sie nach der Andacht natürlich wieder mit nach Hause nehmen.

Liebe Pfarrgemeinde,
der Weihnachtswunsch für Sie steht auf dem Glückwunsch-Pfarrbrief, der Ihnen mit diesem Brief zugestellt wird.
Wir feiern Weihnachten; wie in jedem Jahr. Wir stellen die Krippe, die Darstellung des Geheimnisses, bewusst in unserer Wohnung auf, wie es Christen seit dem 6. Jahrhundert tun. Bis heute sind die Bilder gleich geblieben: Maria und das Göttliche Kind, Josef im Hintergrund, und die beiden Tiere.
Von ihnen spricht schon der Prophet Jesaja (1,3): "Das Rind kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn". In der Höhle staunen Ochs und Esel. Die Hirten und die Schafe nähern sich von fern.
In den letzten Tagen des Advent bereiten wir bewusst den Platz, den Christus in unserer Familie, in unserem Leben, einnehmen soll. Erst am Heiligen Abend wird das Kind in der Krippe liegen und der Stern leuchtet darüber. Geben wir der Krippe in unserer Wohnung einen geziemenden Raum , auch in unserem Herzen.

Eine ganz erfreuliche Mitteilung.

Seit ein paar Monaten wird das Innere der Kapelle in Morswiesen renoviert. Unter der Anleitung der Denkmalpflege sind frühere Malereien an Bögen usw. wieder hergestellt. Wir danken der Zivilgemeinde, dass wir in dieser Zeit die hl. Messen im Gemeindehaus feiern durften. Nun sind die Arbeiten in der Kapelle abgeschlossen, neue Heizöfen installiert und von guten Händen die Kapelle mehrmals gereinigt. Ab 4. Adventsonntag können wir den Gottesdienst wieder im schönen Kapellchen feiern. Einen ausführlichen Bericht erhalten Sie demnächst.

Rückblickend

auf das gemeinsame Essen am St. Martinstag, möchten die Veranstalter und Veranstalterrinnen Ihnen mitteilen, dass diese Aktion 1560.- Euro gebracht hat; das sind 300 Euro mehr als im Jahre 2002. Der Betrag wurde an die Aktion "Herzenswünsche", eine Einrichtung für schwer erkrankte Kinder und an die Bahnhofsmission in Koblenz übergeben. Im Namen der Helferinnen und Helfer bedanken sich Monika Nieten und Hildegard Brust nochmals sehr herzlich für Ihre Unterstützung.

Einteilen und Üben der Sternsinger

ist am Samstag, 20. Dezember um 11 Uhr im Pfarrheim. Alle, die mitmachen wollen, armen Kindern zu helfen, sind herzlich eingeladen.

Krippenfeier am Hl. Abend.

Für die ganz Kleinen (bis 5 Jahre) ist am Heiligen Abend um 15 Uhr wieder eine Krippenfeier. Die Kinder, die diese Feier gestalten, üben am Montag, 22. und Dienstag, 23.12. jeweils um 10 Uhr in der Kirche. Zur Krippenfeier bitte die Opferkästchen und ein Stück Christbaumschmuck mitbringen.

Der Pfarrbrief - Beitrag für 2003.

In den nächsten Tagen kommen unsere treuen Pfarrbriefausträger und -austrägerinnen, um den Jahresbeitrag zu erbitten. Er beträgt, wie im letzten Jahr 4,50 €. Wir sind in der glücklichen Lage, dass etwa 600 Pfarrbriefe alle 2 Wochen zu Ihnen in die Häuser gebracht werden. Das ist sehr selten in unseren Pfarreien. Die Kinder machen das freiwillig und hoffen doch auf ein Trinkgeld. Danke.

Die Weihnachtskommunion

für unsere Kranken: Wer sie bekommen möchte, melde sich doch bitte im Pfarrhaus oder bei Frau Renate Schüller (Tel. 3325). Wer die hl. Kommunion regelmäßig gebracht bekommt, braucht sich nicht zu melden.

Galerie historische Postkarten

Geschrieben von Bernd Rausch am . Veröffentlicht in Historisches

Wallfahrt nach Barweiler

Geschrieben von Bernd Rausch am . Veröffentlicht in Historisches

Gelöbnis einer Wallfahrt zu einer Gnadenstätte der lieben Mutter Gottes

Weibern, den 6. Januar 1945

In der Kirchenchronik ist festgehalten (Frau Gisela Klapprich und Frau Christiane Hoss haben diesen Beitrag aus der altdeutschen Schrift in die jetzige übersetzt):

In unserer großen Not zur Zeit des Krieges, da das Rheinland besonders stark in das Kriegsgeschehen hinein bezogen worden ist, vor allem durch den Bombenkrieg, da Mayen schon sehr stark mitgenommen worden ist, ein Großteil der Stadt und alle drei Kirchen zerstört oder sehr stark beschädigt, da Kempenich heute einen ersten großen Angriff erlebte, wobei ein beträchtlicher Teil im Hinterdorf bis zur Pfarrkirche zerstört worden ist, habe ich als Seelsorger und Pfarrer der lieben Gottesmutter in unserer äußersten Bedrängnis ein Gelöbnis gemacht und zwar als Stellvertreter der Pfarrgemeinde Weibern.
Es war in der Bet- und Sühnestunde, früh am Mariensamstag, dem 6. Januar 1945. Es war der fünfte und letzte Mariensamstag, den wir uns zu halten vorgenommen hatten zu Ehren der Rosenkranzkönigin von Fatima (der erste war am 3. September 1944). Ich habe am Schluss der Stunde gelobt: Unbeflecktes Herz Maria, ich gelobe dir im Namen der Pfarrgemeinde, dass wir jährlich um die Zeit deiner Geburt (8. September) eine Wallfahrt zu einer deiner Gnadenstätten machen wollen, damit wir in dieser an "Petzt" schweren, trübseligen Zeit deine mütterliche Hilfe und deinen mütterlichen Schutz erfahren.
"Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib".
Anmerkung von Frau Klapperich: Der damalige Pfarrer war Georg Anton Engel (1941-1952).
Dieses Gelöbnis wurde bis heute, 66 Jahre nach dem Ende des Krieges, eingehalten, und wenn auch die damaligen Bewohner der Pfarrei immer weniger werden, ist es doch eine tröstliche Erfahrung , dass diese Tradition weitergeführt wird.
Wenn auch jene Bedrohung vorbei und wir hier nicht mehr oder (noch) nicht direkt betroffen sind, gute Gründe für eine Wallfahrt, die dem Innehalten und des gemeinsamen Betens dienen, gibt es auch heute mehr als genug.

Text von Brigitte Pütz 27.08.2011

Die Gruppe der Wallfahrer aus Weibern in Barweiler

60er Jahre

60er Jahre

Gebietsreform 1969/70

Geschrieben von Bernd Rausch am . Veröffentlicht in Historisches

Seit der Gebietsreform 1969/70 gehört die Gemeinde Weibern zum Landkreis Ahrweiler (vorher Kreis Mayen). Der Kreis Ahrweiler erstreckt sich vom Laacher See bis vor die Tore Bonns und vom Nürburgring bis an den Rhein.
Dieser Beitrag stammt aus dem Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1972 und wird mit freundlicher Genehmigung der Kreisverwaltung (Kreisarchiv) an dieser Stelle veröffentlicht.
Der Autor dieses Berichtes, Jakob Rausch, hat sich besonders um die Heimatkunde der Region sehr verdient gemacht und hatte eine große Begabung, diese zu vermitteln.


Drei Talkessel vergrößern und verschönern den Kreis Ahrweiler
VON JAKOB RAUSCH

Durch die Neuordnung kamen der Laacher, der Wehrer und der Kempenicher Talkessel zu unserem Kreisgebiet. Von diesen ist der Laacher See der schönste, der Wehrer der fruchtbarste und der Kempenicher der größte Talkessel.


Laacher Talkessel, Foto KreisbildstelleVor 12000 Jahren entstand der Laacher Talkessel. In zwei Perioden spien etwa 20 Vulkanberge Feuer und schleuderten ungeheure Massen Bimssande in das Neuwieder Becken. Damals war es der Bimsregen, und heute ist es ein Bimssegen. Auch Basalte und Tuffe wurden ausgeschleudert. Dies höhlte den Boden aus, die Scholle sank ein, und der Laacher See entstand, der von den Regenfällen der um sie liegenden Berge gespeist wird. Im Norden liegt der Veitskopf (427 m), im Süden der Thelenberg,(400 m), und der Wingertsberg (322 m). Der See hatte keinen Abfluß und reichte bis zu den Klostermauern, die durch das Wasser Schaden litten. Da/ließ der Abt Fufberg um 1160 den ersten unterirdischen Stollen durch den Südrand schlagen. Der Abt Theoderich vergrößerte diesen Stollen um 1260. Im Jahre 1847 wurde der Stollen beträchtlich erweitert, so daß beachtenswertes Weide- und Ackerland gewonnen wurde.

Wehrer Talkessel, Foto KreisbildstelleDer fruchtbare Wehrer Kessel, älter als der Laacher Kessel, wird von Devonschieferbergen und von vulkanischen Kuppen umgeben. Der Rothenberg im Süden (435 m) besteht aus Basalt, der Gänsehals (574m) aus Leuzidituff, der Tiefenstein (516 m) und Meirother Kopf (516 m) im Westen zeigen Lava auf. Der Flächeninhalt beträgt 5000 Morgen. Der Wirrbach entwässert den Kessel und fließt in den Brohlbach. Viele Sauerquellen sind mit Ablagerungen von Eisenocker umgeben, die früher als Farbmaterial benutzt wurden.

 

 

Der große Kempenicher Talkessel wird im Osten von dem aus Phonolith Kempenicher Talkessel, Foto Kreisbildstellebestehenden Engeler Kopf (567 m) begrenzt. Nördlich liegt der aus Leurithophit bestehende Perler Kopf (579 m). Der Trichter der Hannchacher Ley wird von Basalt (Melilith, Nephilin, Leuzith) ausgefüllt und ist in Grenztuffen eingebettet. Im Norden liegen Schneppenscheid (584 m), Düsselsberg (607 m), Bockshorn (543 m) und Schöneberg (570 m), Im Westen liegen Hiltzberg (577 m) und Wolfshard. Im Süden liegt der Haustener Kirchberg (510 m). Es lagern Leuzithtuffe in Weibern, Engeln und Hannebach, Phonolithtuffe in Wollscheid. In Wollscheid ist ein Braunkohlenlager, das früher ausgebeutet wurde.

So wurde der Kreis Ahrweiler um drei interessante Talkessel erweitert.

28. Januar 1945: Im Tiefflug über Weibern

Geschrieben von Bernd Rausch am . Veröffentlicht in Historisches

Mit freundlicher Genehmigung von Hans Schmitz

Lediglich die Älteren unter uns, und zwar die etwa über 65-Jährigen, können sich an jene tragische Tage im letzten Kriegsjahr erinnern, als die alliierten Luftangriffe immer mehr zu täglich gewohnten Ereignissen wurden. . Ab Sommer 1944 war man bei Arbeiten auf dem Felde nicht mehr sicher vor dem Kugelhagel der Bordwaffen der im Tiefflug angreifenden Jagdbomber.
Die Gefahr, die von den schweren feindlichen Bomberverbänden, die bei Tag und Nacht unsere engere Heimat überflogen, ausging, hatte man im ländlichen Raum zunächst schwer unterschätzt. Man war der der Ansicht, dass deren Angriffsziel die größeren Städte mit deren großen Fabriken sei.
Insgeheim wurde zwar befürchtet, dass die mit der näher rückenden Westfront in Verbindung stehenden Funkstationen inFlugzeugabsturz über Weibern Engeln und Schalkenbach Angriffsziele werden könnten. Wie sehr diese Befürchtungen berechtigt waren, wurde am 6. Januar 1945 deutlich, als die Nachbartorte Kempenich und Engeln einen Bombenhagel erlebten, dem nicht nur viele Häuser zum Opfer fielen, sondern bei dem mehr als 30 Menschen aus dem Leben gerissen wurden. Ein ähnlich schwerer Bombenangriff erlebte Schalkenbach-Vinxt Anfang März 1945 nur wenige Tage vor dem Einzug der Amerikaner.
Man wurde sich erst spät bewusst, dass die Gefahr auf dem Lande größer war als in der Großstadt, wo durch Fliegeralarm rechtzeitig die drohende Gefahr angekündigt wurde und bombensichere Luftschutzeinrichtungen vorhanden waren.

Viermotoriger Bomber im Tiefflug über Weibern
Der Sonntag, 28. Januar 1945, wäre für Weibern beinahe zu einem tragischen Schicksalstag geworden. Es lag wieder das gewohnte Geräusch der dumpf dröhnenden Motoren der schweren Bomberverbände in der Luft. Manfred Dahm erinnert sich, wie gegen Mittag plötzlich ein außergewöhnlich donnerndes Getöse über den Ort hereinbrach, das mit einer lauten Detonation endete und die Bewohner in Angst und unheimliche Schrecken versetzte. Die Ursache war der abstürzende viermotorige Bomber, der aus Richtung Hommersberg im Tiefflug quer über die Bahnhofsstraße raste und am Riedener Berg, oberhalb der heutigen Römerstraße/Buchenweg, zerschellte. Infolge der Treibstofftanks, die in Brand gerieten und den vorderen Teil der Maschine zersprengten kam es zu heftigen Explosion. Die Bordwaffenmunition löste bei der Hitze noch lange Explosionen aus, so dass es zunächst kaum einer wagte, die Absturzstelle zu betreten.
Da der Hang an der Stelle, wo das Flugzeug die Erde berührte, nicht ganz so steil war, ist der Absturz mit einer Bruchlandung zu vergleichen, denn der hintere Teil der Maschine blieb völlig ganz, wie es von anderen Absturzstellen der Umgebung kaum bekannt ist.
Dieses sensationelle Ereignis sprach sich auch in den Nachbarorten rund. So packte mich dem damals 12-jährigen Jungen aus Brenk sowie meine Kameraden die Neugier, bald die Absturzstelle zu besichtigen.
Unzählige Wrackteile des vorderen Teils der Unglücksmaschine .lagen über den Hang verstreut. Dass es sich um 4-motoriges Flugzeug handelte, war klar zu erkennen, denn die Motoren sowie die Propeller waren nicht zu übersehen. Für Hobbybastler war hier eine wahre Fundgrube für hochwertige technische Geräte. Natürlich sind wir auch in den hinteren Rumpfteil hineingeklettert. Durch das kleine Heckfenster, das aus sehr dickem Sicherheitsglas bestand, hatte man einen einmaligem Blickswinkel über Weibern.
Ein Bordmaschinengewehr, das hier unmittelbar nach dem Absturz noch vorhanden gewesen sein soll, war inzwischen verschwunden. An der Innenwand des Rumpfes gingen flexible Drahtseile vorbei, die zum hinteren Steuerungsruder führten. Wir hatten unsere Freude daran, durch Ziehen an diesen Seilen, das mehrere Meter hohe Steuerruder (Seitenleitwerk) zu bewegen. Beim Absturz sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Gemäß den Recherchen beim Bundesarchiv ist die Besatzung von neun Leuten auf dem vorderen Westerwald oberhalb Bad Hönningen mit dem Fallschirm abgesprungen,
Lt. Berichterstattung des Willard Reese auf der Hompage der 457thbombgroup sind alle Mann der Besatzung unverletzt aus dem Flugzeug s/n 42 97164, namens "Rebel Queen", abgesprungen.
Die Maschine gehörte der 457. Bomberstaffel an, die zu einem Bombenziel in Köln beauftragt war. Der Rückflug ist in Richtung Süden fortgesetzt worden, um gewisse Flakstellungen zu umfliegen. Die "Rebel Queen" hatte einen Flaktreffer im Cockpit abbekommen. Nachdem die Triebwerke ausgefallen waren, hat die Besatzung die Maschine verlassen und keiner der Mannschaft ist in der Luft verletzt worden. .
Die Maschine ist also führerlos etwa vom Rhein aus über unsere Region geflogen, bevor sie am Riedener Berg von der Erde wieder aufgenommen wurde. Nur Bruchteile von Sekunden haben entschieden, dass Weibern vor einer schrecklichen Tragödie bewahrt blieb.
Im Laufe der Zeit wurden die an der Unglückstelle lagernden Überreste immer weniger, denn in dem herrenlosen teils hochwertigen Material sahen die Altmaterialhändler eine lukrative Einnahmequellen. Heue ist die Stelle mit hohen Fichten bewachsen und nur von Ortskundigen zu identifizieren. Hans Schmitz, Januar 2006

Gedenkstein B17-Absturz Weibern / Eifel

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